Papageien-Praxis-Training für Anfänger (PPT 1) und Fortgeschrittene (PPT 2) am 10. Dezember 2011

 

Nachdem die beiden Papageien-Praxis-Trainings-Termine im September und Oktober aus gesundheitlichen Gründen leider ausgefallen waren, beschlossen Hildegard Niemann und Heike Mundt, Mitte Dezember spontan einen Zusatztermin anzubieten. Dieses „Weihnachtstraining” wurde von den Papageienhaltern gerne als perfekter Abschluss der Trainingssaison angenommen, so dass der Belegungsplan der Volieren schnell ausgebucht war. Bei 13. PPT wurden die fliegerischen Fähigkeiten der großen Papageien erstmals in einer neuen Halle getestet. 

       

      

       

       

       

Nach einer kurzen Einführung, während derer jeder Papagei seinen eigenen „Shaping-Plan” für die aktuelle Trainingseinheit erhielt, verteilten sich die Trainingsteilnehmer auf die Volieren und die Flughalle. Routiniers wie die Blaustirnamazone „Flipsi”und die Graupapageiendame „Sophie” ließen sich in der neuen Umgebung nicht lange bitte und kosteten den zusätzlichen Flugraum begeistert aus. Neu im Training war das kleine aber temperamentvolle Gelbbrustaramädchen „Jacky”, das nicht nur die Amazonen, sondern auch ihre Halter ordentlich auf Trab hielt. Nach einigen Ausbrüchen an purer Lebensfreude konnte auch Jacky sich gut konzentrieren und meisterte erste Flugübungen in der ungewohnten Umgebung. Auch der schüchterne „Napoloen”, Weggefährte der kleinen Sophie, entwickelte sich in der Flughalle und zeigte eine ungewohnte Flugaktivität. Sein Halter war zu Recht stolz auf Napoleon, denn dem sensiblen Vogel fällt es schwer, sich zu entspannen. Blaustirnamazone „Paul” hingegen war es eindeutig viel zu wild und er zog um in die Anfängervoliere, in der er zum Ende der Trainingseinheit gut mitarbeitete.

 

Dieses Problem hatte die Edelpapageiendame „Bibo” sicherlich nicht. Sie eroberte die Herzen der männlichen Trainingsteilnehmer im Flug und machte jedem lautstark ihre Aufwartung. Kein Wunder also, dass sich ihr Partner „Bertie” anderweitig umsah. Als Edelpapageienmännchen sah er das Benehmen seiner Herzensdame sehr gelassen und eroberte neugierig die Umgebung.

 

 

    

    

     

 

In der Graupapageienvoliere herrschte munteres Treiben, denn hier traf sich Jung und Alt zum Training. Mit großem Bedauern nahmen die Teilnehmer des Trainings zu Kenntnis, dass Rico an einer Infektion verstorben war. Um „Barry” über die Trauer hinweg zu helfen wurden ihr an diesem Vormittag in der Voliere zwei Männchen vorgestellt. In der Gruppe sollte zunächst getestet werden, ob die Vögel zumindest nebeneinander sitzen mögen. Von dieser kleinen Romanze ließen sich „Tobi” und „Paula” wenig beeindrucken. Während Tobi sich nach kurzem Zögern seiner Aufgabenstellung widmete begnügte sich Paula damit, den anderen Graupapageien beim Training zuzusehen. Auch die drei Jungvögel arbeiteten neben ausgedehnten Spielphasen gut mit und hatten ihren Spaß dabei, ihre Halter zu fordern.

 

In der Anfängervoliere tummelten sich Rosakakadumädchen „Kiki”, das Doppelgelbkopfamazonenpaar „Hugo” und „Lilli” sowie zwei Leihvögel des Papageienparks Bochum. Kiki arbeitete während ihrer kurzen Aufmerksamkeitsphasen sehr gut mit. Da diese immer wieder durch Spieleinheiten unterbrochen wurden hatten alle viel Spaß an dem quirligen Jungvogel. Wesentlich gesetzter zeigte sich die Amazone Hugo, die sich als perfekter Trainingspartner ihres jungen Halters entpuppte. Als Familienteam begeisterten die Vier in gemeinsamen Trainingsabschnitten und zeigten, was eine gute Erziehung bei Amazonen leisten kann. Die „Leihamazone” des Papageienparks Bochum entwaffnete ihre Trainerin mit ihrem Charme und hatte so viel Spaß am Training, das man Pausen schon fast erzwingen musste. So fiel es beiden Teilnehmern nach dem Training schwer, voneinander Abschied zu nehmen, denn daheim warteten auf die Teilnehmerin die eigenen Graupapageien.

 

Erstmals dabei war auch die Gelbbrustaradame „Jones”. Nach einer langen Anreise war Jones von Jacky etwas überfordert, so dass sie in eine eigene Voliere umzog und dort erst einmal die Zweisamkeit mit ihrer Halterin genoss. So viel Aufregung an einem einzigen Tag, da braucht auch eine Aradame eine Portion Extraliebe.

 

Nach dem eigentlich Training trafen sich alle Teilnehmer bei Kaffee und Glühwein, um die Trainingsvideos zu besprechen. Während der regen Diskussion bestätigten die Teilnehmer, dass das entwickelte Konzept den Vögeln Ausgleich und mehr Bewegung verschafft und dass auch daheim gern mitgearbeitet wird. Ein Lob daher an alle Teilnehmer des Trainings für soviel Engagement und Enthusiasmus zum Wohl der gefiederten Freunde!

 

Bilder vom Papageien-Praxis-Training von der Fotografin Tanja Schnell (Reichelsheim)

      

      

           

       

 

Copyright: Tanja Schnell, Reichelsheim, E-Mail: tanny.schnell@web.de